ZusammenLeben - Wie wir arbeiten

ZusammenLeben verwirklicht die Leitgedanken einer selbstverwalteten Einrichtung auf anthroposophischer Grundlage. Die als heilsam empfundenen Wechselwirkungen zwischen Individualität und Gemeinschaft werden in Organisation und Struktur angestrebt. Das bedeutet einerseits eine eigenverantwortliche Ausführung der Aufgaben und Absprachen sowie andererseits eine Anteilnahme an den alle betreffenden Anliegen, Nöten und Vorhaben.

Absprachen für die Zusammenarbeit im Kollegium treten neben das Dienstverhältnis zum Verein bzw. zur GmbH zugunsten der bei uns lebenden Menschen mit Assistenzbedarf. Alle Mitarbeiter/innen nehmen an der Beratung und Beschlussfassung teil und treten damit in die unternehmerische Gesamtverantwortung ein. Die Kollegiumsbeschlüsse schaffen deshalb verbindliche rechtliche Grundlagen, die Vorrang haben gegenüber sonstigen Rechtsgrundlagen. Diese Beschlüsse wiederum schaffen den Rahmen für die lebendige Wirklichkeit der eigenverantwortlichen Zusammenarbeit des Kollegiums. Sie folgen den geistig realen sozialen Prozessen und gestalten sie, um eine angemessene Entwicklung des sozialen Organismus mit der Aufgabe der Betreuung von Menschen mit Assistenzbedarf zu ermöglichen.

Konferenzen und Arbeitskreise: Zu den Aufgaben aller Menschen bei ZusammenLeben zählt deshalb die Mitwirkung an Konferenzen und anderen Foren der Selbstverwaltung.

Die regelmäßigen Hausabende bilden den Kern der Selbstverwaltung zwischen den Bewohner/innen und Betreuer/innen der jeweiligen Wohngruppe. Übergreifend finden Treffen aller Bewohner/innen von ZusammenLeben statt, um über gemeinsame Anliegen zu sprechen und sich zu verabreden.

Die Gesamtkonferenz aller Mitarbeiter/innen findet 1 x monatlich statt. Sie ist das Zentrum gemeinsamer Wahrnehmung und grundsätzlicher Entscheidungsfindung im Kollegium. Die Wohnbereichs- und Werkstattkonferenz dient der Bearbeitung konkreter Abläufe und Anliegen im Wohn- bzw. Werkstattbereich.

Die wöchentlichen Teamkonferenzen umfassen das ganze Geschehen des jeweiligen Arbeitsbereiches. Hier wird vorbereitet, abgestimmt und ausgewertet. Die Arbeit mit den Bewohner/innen, ihren Angehörigen und die Zusammenarbeit im Team erfordert ein hohes Maß an Bewusstsein für Zusammenhänge, von der Vielzahl an Kleinigkeiten des Alltags über die Verwobenheit von Mensch und Umfeld bis zum denkenden Erfassen geistig-kosmischer Zusammenhänge. In der Umsetzung verlangt es soziale Kompetenz und Teamfähigkeit. Im Teamgespräch werden therapeutische Schwerpunkte gesetzt, bzw. die Zusammenarbeit mit dem Arzt oder anderen Therapeut/innen gesucht.

Hinzu kommen Arbeitskreise, um übergreifende spezifische Fragen und Themen zu bearbeiten. Daran wirken je nach Aufgabenstellung neben Mitarbeiter/innen von ZusammenLeben auch Menschen mit Assistenzbedarf mit.

Im Leitungskreis wird die Arbeit der verschiedenen Kreise koordiniert. Fragen, die ZusammenLeben als Ganzes betreffen, werden hier erörtert und entschieden, sofern sie nicht in die Kompetenz der einzelnen Teams oder der Allgemeinen Konferenz fallen. Für eine lebendige und effektive Zusammenarbeit ist es erforderlich, dass aus jedem Arbeitsbereich mindestens ein Vertreter Mitglied des Leitungskreises ist.

Der Begegnungstag für Bewohner/innen, Angehörige und Mitarbeiter/innen findet einmal jährlich statt. Er bietet die Möglichkeit, sowohl als gesamte Gruppe wie auch in Kleingruppen, verschiedene Themen zu erarbeiten. Ein wichtiger Bestandteil des Begegnungstages sind künstlerische Kurse und Bewegungseinheiten.
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